Druckluftsystem-Optimierung Klingt sperrig, bringt aber 50 t CO²-Ersparnis jährlich
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Als wesentliches Thema für EVVA definiert GRI 302: Energie; 305: Emissionen Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 7: Bezahlbare und saubere Energie; Nr. 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

Hinter dem Namen „Druckluftsystem-Optimierung“ verbirgt sich eine kleine technische Revolution bei EVVA. Vor Kurzem arbeiteten im Headquarter noch drei Haupt-Kompressoren in drei voneinander unabhängigen Netzen. Sie liefern die Druckluft für viele Fertigungsprozesse, z.B. für den Transport der Teile innerhalb der Maschine. Nachteil: Fiel ein Kompressor aus, gab es ein Problem mit der Druckluft im jeweiligen Bereich. Außerdem waren die Kompressoren ungleichmäßig ausgelastet, weil sie jeweils eine unterschiedliche Zahl an Verbrauchern hatten.

Die Lösung: Ein übergeordnetes Ring-Leitungssystem wurde eingesetzt. Das Ringsystem steuert und verbindet mittlerweile 4 Kompressoren digital. Sie sind nun gleichmäßig ausgelastet. Dieses „Industrie 4.0“-Projekt sorgt für eine intelligente Luftdruck-Regelung und verringert die Wartungskosten.
 

Sehr große Energie-Einsparung

Nach den Produktions-Maschinen ist die Drucklufterzeugung der zweitgrößte Stromverbraucher bei EVVA. Statt 270 benötigt das neue Druckluftnetzwerk jetzt nur noch ca. 200 Kilowatt an Leistung. Somit reduzierter Stromverbrauch pro Jahr: 80.000 kWh, das sind fast 50 Tonnen CO²-Ersparnis jährlich oder so viel wie 16 Privathaushalte pro Jahr erzeugen.

Unsere Ziele

Bis wann: 2022

Wie: Die Wärmerückgewinnung besteht derzeit aus einer Klappe in der Abluft. Im Winter wird die Maschinenwärme in die Halle geleitet und so Heizgas gespart, im Sommer wird sie abgeleitet und somit Energie für Kühl- und Klimaanlagen gespart. Um die Abwärme nun auch in anderen Gebäudeteilen nutzbar zu machen, wird bei einem großen Kompressor ein Wärmetauscher installiert, der die Abwärme in den Heizungsrücklauf leitet und dadurch den Erdgasbedarf weiter reduziert.

Positive Auswirkungen: Das Einsparpotenzial wird im Energie-Audit 2019 auf 168.000 kWh pro Jahr geschätzt, was dem Verbrauch von ca. 35 Privathaushalten entspricht.

Bis wann: 2021

Wie: Leckagen treten vor allem bei den Zuleitungen zu den Maschinen (direkt bei den Ventilen) auf und verursachen einen unnötigen Energieverbrauch. Bis Ende 2021 sollen weitere undichte Stellen entdeckt werden.

Positive Auswirkungen: Die Beseitigung wird einen Energieverbrauch von geschätzt 80.000 kWh pro Jahr reduzieren. Die tatsächliche Einsparung wird in Folge über eine externe Druckluftüberprüfung vorgenommen.

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