Abfall reduzieren Maßnahmen gegen Verschwendung
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GRI 306: Abfall Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur; Nr. 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

Abfall als Rohstoff

EVVA sieht Abfälle als Rohstoffe an, die so sparsam wie möglich zu verwenden sind. Stand 2021:

  • Aus 68,1 % unserer Materialien werden fertige EVVA-Produkte,
  • 27,3 % ist wiederverwertbarer Abfall (Späne, Festabfall etc.), den EVVA auch zu 100 % wiederverwendet! Darum sprechen wir hier von „Wertstoffen“ und nicht von „Abfall“,
  • 3,46 % ist nicht gefährlicher Abfall wie z.B. Kunststoffe oder Holz
  • und 1,14 % ist gefährlicher Abfall wie Öl, Elektronikschrott, Galvanikabfälle oder Batterien. Dieser Anteil ist gegenüber 2020 um ca. 8 % gesunken, weil EVVA den Einsatz von Chemikalien weiter reduzieren konnte, beispielsweise durch eine neue moderne Reinigungsanlage
  • Die Input-Output-Analysen unter Recycling & Ressourcen Gesamtübersicht enthalten alle Abfall-Angaben

Grafik Anteil Abfall

Potenzial und Maßnahmen für weniger Abfall:

Unsere Abfallmenge ist in den letzten Jahren trotz Maßnahmen praktisch gleichgeblieben: 0,55 kg pro kg Erzeugnis 2015, 0,54 kg in 2019 und 2020 sowie 0,55 kg 2021. Grund dafür ist, dass EVVA seit 2015 den Produktions-Output erhöhen konnte und dass die Produktebearbeitung immer komplexer wird. Am Markt werden zunehmend hochsichere EVVA-Zutrittssysteme nachgefragt, die auch eine größere Teilevielfalt aufweisen. Die folgenden Maßnahmen konnten und können jedoch die Abfallmenge zumindest auf gleichem Niveau halten:  


Papier

Durch vermehrte Umstellung auf digitale Prozesse (z.B. bei Konstruktionszeichnungen, Auftragsbelegen, Rechnungen per pdf etc.) konnte EVVA seit 2015 mehrere Tonnen an Papier einsparen. Von 2020 auf 2021 ist der Papierbedarf im Headquarter um weitere 5 % auf rund 40 t gesunken. Das EVVA-Auftragsmanagement in Wien, Krefeld und Hengelo wickelt die Bestellungen ab 2022 nur noch digital ab. Die positiven Auswirkungen:

  • EVVA spart damit 200.000 Blatt A4-Papier pro Jahr im Headquarter ein. Und an den Standorten in Krefeld 100.000 Blatt sowie Hengelo 20.000 Blatt
  • 200.000 Blatt Papier weniger bedeuten umgerechnet: ca. 1,5 Tonnen CO2, 50 t Wasser und 10.000 kWh Energieverbrauch weniger pro Jahr (Quellen Berechnungen: www.papiernetz.de/informationen/nachhaltigkeitsrechner/ sowie www.ezeep.com/de/co2-neutral-drucken/)
  • rund ein Dutzend weniger Toner und eine längere Lebensdauer unserer Drucker

Rechnungsausgänge: Das EVVA-Headquarter verschickt derzeit täglich ca. 700 Rechnungen/Gutschriften, rund 60 % (= 420 Belege) davon bereits digital. Auch das verringert den Papierbedarf sowie Portokosten – und die Rechnung ist noch am gleichen Tag beim Empfänger. Aufs Jahr gerechnet ergeben sich damit ca. 104.000 weniger Papierbelege (248 Arbeitstage x 420 digitale Belege) und rund 90.000 Euro Kostenersparnis [104.000 x (0,81 € Mindestporto + 0,06 € Kuvert & Papier)]. Wir versuchen auch die anderen 40 % unserer Empfänger zu überzeugen, von einer Papier- auf eine pdf-Rechnung umzusteigen.

Rechnungseingänge: 2021 hat EVVA den Rechnungseingangsprozess im Headquarter automatisiert. 93 % der Rechnungen langen papierlos bei uns ein. Über das bereits bestehende Partnerportal stellen wir unseren Handelspartner die Rechnungen digital zur Verfügung. Die restlichen 7 % werden weiterhin in Papierform abgewickelt, da bei den betroffenen Lieferanten keine elektronische Übermittlung möglich ist.

EVVA möchte seinen Papierbedarf weiter reduzieren – siehe Zielformulierung am Ende dieser Seite.


Plastik-/Papierbecher verbannen: 2019 wurden sämtliche Plastikbecher aus den 8 Kaffeeautomaten im Headquarter verbannt und zunächst durch Papierbecher ersetzt. Auch hier setzte EVVA nochmals nach. 2019/2020 wurden die Mitarbeiter/-innen im Intranet und über Kleber direkt auf den Automaten gebeten, statt den Papierbechern immer die eigenen Kaffeebecher zu nutzen. Um diese Aktion zu fördern, erhielten alle Mitarbeiter ein EVVA-gebrandetes Exemplar geschenkt, das sie selbst personalisieren konnten. Die Aktion war ein großer Erfolg. Bei rund 15.000 Portionen Kaffee, die jeden Monat getrunken werden, kann sich die Ersparnis sehen lassen:


Ersparnis bei Plastik- und Papierbechern

Grafik Ersparnis an Plastik- und Papierbecher

Umweltfreundliches Thermopapier: 2021 stellte EVVA sein Kassenpapier für die Warenausgabe und innerbetriebliche Logistik auf blaues Thermopapier (Blue4est) um, das mit mehreren Umweltpreisen ausgezeichnet ist. Es wird ohne Bisphenol A hergestellt, kann über das Altpapier entsorgt werden (das bisherige weiße nur über den Restmüll), verblasst nicht und ist zudem auch günstiger im Einkauf. 
 

Sperrmüll, Restmüll

Der Sperrmüll-Anteil im Headquarter hat sich von 2020 auf 2021 um ca. 1,2 Tonnen auf gesamt 7,2 Tonnen reduziert. 2020 und 2021 wurden im Zuge von Lean-Management-Maßnahmen zahlreiche alte Maschinen, Werkzeuge und Möbel endgültig entsorgt. Der Restmüll-Anteil ist von 29,5 t (2020) auf 28 t (2021) gesunken.  


Input/Output Schlüssel

Foto von Schlüsselstanzlingen
Schlüsselstanzling – die Rohform eines Schlüssels, bevor EVVA ihn in aufwändigen Fertigungsverfahren zu einem hochwertigen und über Jahrzehnte zuverlässigen Sicherheitsprodukt herstellt

2013 stand einem Input von 185.388 kg Schlüsselstanzlingen ein Output von 145.132 kg fertigen Schlüsseln gegenüber. Dieses Verhältnis konnte EVVA in den letzten Jahren stark verbessern und damit sehr viel Ausschuss und Abfall vermeiden. Das ist uns durch effizientere und genauere Produktions-Prozesse sowie mit Lean-Management-Tools (Wertstromanalysen, Kanban etc.) gelungen, die gezielt gegen Verschwendung vorgehen.

Diese positive Entwicklung setzte sich 2021 fort: rund 160.000 kg Input (darin enthalten: Schlüsselstanzlinge 149.043 kg sowie Veredelungen wie Magnetpillen und Kunststoffe-Anteile für Schlüssel wie Design-Reiden und Schlüsselringe) standen 157.563 kg Output gegenüber. Also nur eine sehr geringe Ausschuss-Quote.

Grafik Input und Output Schlüssel

 

Gefährlicher Abfall

wie z.B. Öl oder Elektroschrott. Diese Materialien werden für die Galvanik und Produktion benötigt. Sie werden über Spezialfirmen fachgerecht und wie gesetzlich vorgeschrieben entsorgt. Es hat keinen Austritt von schädlichen Substanzen gegeben.

  • Der Elektronikschrott ist von 5,4 Tonnen 2020 auf 4,8 t 2021 gesunken, weil im Zuge des neuen Zubaus im Headquarter bereits 2020 mehre alte Maschinen und Steuerungen geschrottet wurden
  • Die Mengen an Altöl (auf 773 auf 541 kg) und Öl-Wasser-Gemisch (von 17.006 auf 15.645 kg) haben sich dank unserer Clean Production auch 2021 gegenüber 2020 nochmals verringert. Die weitere Umstellung auf ölfreie Clean-Production-Maschinen wird den Öl-Bedarf von EVVA stetig reduzieren
  • Die Menge an nickelhaltigem Abwasser ist 2021 ebenso auf 1.659 kg runtergegangen (2020: 2.074 kg). Hier haben sich unter verschwendungsarmes Lean Management und die neu in Betrieb genommene Abwasseranlage bezahlt gemacht
  • Gestiegen ist aufgrund der gesteigerten Nachfrage und Produktion von elektronischen und mechatronischen Sicherheitssystemen u.a. der Batteriebedarf von 2 kg 2010 auf 89 kg 2020 und 132 kg 2021. Außerdem werden die Batterien nicht mehr jährlich der Entsorgung zugeführt, sondern bis zu 2 Jahre gesammelt, was sich auch auf den höheren Wert 2021 auswirkt

 

Kunststoffe

Unser Kunststoffe-Output (z.B. für Knaufkappen der elektronischen Zutrittssysteme) ist durch die größere Nachfrage nach elektronischen Produkten gestiegen – von 174 kg in 2010 über 1.523 kg in 2013 auf 2.477 kg in 2019. 2021 ist der Wert durch effizientere Verpackungsprozesse etwas auf 2.345 kg gesunken.


Neue Galvanikprozesse

Seit 2020 stellt EVVA Galvanikprozesse (für die Oberflächenbehandlung unserer mechanischen Sicherheitsprodukte) im Headquarter teilweise von Pulver auf Flüssigstoff um. Das vereinfacht eine automatisierte Zuführung der Stoffe und damit eine effiziente und mengenreduzierte Zugabe.


Lebensdauer

Produkte und Komponenten wie Batterien mit längerer Nutzungsdauer verursachen auch weniger Abfall und setzen ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Näheres unter Qualität und Permanente Innovation.


Recycling, wiederverwertbarer Abfall

2021 konnte EVVA den Produktions-Output um 4 % gegenüber 2020 erhöhen. Bei den komplexen, hochsicheren Sicherheitssystemen wie 4KS um 8,5 %. Dadurch hat sich auch unser Anteil an wiederverwertbaren Metallspänen für Messing oder Neusilber erhöht. Mehr zu unserem Recycling-Ansatz erfahren Sie unter Recycling Materialien und Recycling Wasser/Abwasser.
 

Unsere Ziele

Bis wann: 2024

Wie: EVVA forciert in den kommenden Jahren die papierlose Fertigung und digitale Auftragsabwicklung, dadurch wird sich der Papierverbrauch verringern.

  • Ein Beispiel aus der internen Auftragsabwicklung: Statt bisher 3 Lieferscheine für Aufträge wird nur noch ein einziges Formular notwendig sein. Der Datenfluss wird für den Versand digital bereitgestellt, somit konnten 2021 bereits rund 100.000 Blätter pro Jahr eingespart werden
  • Ein weiteres Beispiel aus der Auftragsabwicklung mit Partnern/Kunden: Durch die neue digitale EVVA-Bestellplattform für Handelspartner wird sich der Papierbedarf weiter reduzieren. Mit Stand 2021 sind es dadurch bereits 6.000 Blatt weniger. Ab 2022 noch weit mehr, wie im Absatz „Papier“ oben beschrieben

Positive Auswirkungen: 2019 betrug der Papierbedarf im EVVA-Headquarter 43 Tonnen pro Jahr. Die geplante Reduktion auf 30 Tonnen ergibt eine Ersparnis von rund 30 % pro Jahr.

Bis wann: 2022 (Dieses 2022er-Ziel wird erst abgeschlossen, bis die finalen Zahlen im Laufe von 2023 verfügbar sind. Sie dokumentieren die tatsächlichen Einsparungen.)

Wie: Seit 2020 stellt EVVA Galvanikprozesse in der Produktion um. Das wird eine effizientere Zugabe der Stoffe ermöglichen. 2021 hat EVVA zudem eine neue Reinigungsanlage installiert, die alle Messingteile säubert, die noch nicht in Clean Production gefertigt werden. Sie benötigt weit weniger Chemikalien als die vorherige Anlage.

Positive Auswirkungen: Der Chemikalienbedarf sollte sich damit von 7.784 kg in 2019 auf 6.600 kg in 2022 verringern. Das wären ca. 15 % weniger, die nicht als Abfall entsorgt werden müssen.

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