Abfall reduzieren Maßnahmen gegen Verschwendung
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GRI 306: Abfall Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur; Nr. 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

Abfall als Rohstoff

EVVA sieht Abfälle als Rohstoffe an, die so sparsam wie möglich zu verwenden sind. Stand 2020:

  • Aus 68,8 % unserer Materialien werden fertige EVVA-Produkte,
  • 26,5 % ist wiederverwertbarer Abfall (Späne, Festabfall etc.), den EVVA auch zu 100 % wiederverwendet! Darum sprechen wir hier von „Wertstoffen“ und nicht von „Abfall“,
  • 3,46 % ist nicht gefährlicher Abfall wie z.B. Kunststoffe oder Holz
  • und 1,24 % ist gefährlicher Abfall wie Öl, Elektronikschrott, Galvanikabfälle oder Batterien.
  • Die Input-Output-Analysen unter Recycling & Ressourcen Gesamtübersicht enthalten alle Abfall-Angaben
     

Grafik Anteil Abfall

Potenzial und Maßnahmen für weniger Abfall:

Unsere Abfallmenge ist in den letzten Jahren trotz Maßnahmen nur leicht zurückgegangen: Von 0,55 kg pro kg Erzeugnis in 2015 auf 0,54 kg in 2019 und auch 2020. Grund dafür ist, dass EVVA mehr produziert und zwischen 2015 und 2019 den Output um 14,5 % erhöht hat, zwischen 2015 und 2020 um 12 % (2020 Reduktion wegen Pandemie). Die folgenden Maßnahmen konnten und können jedoch die Abfallmenge zumindest auf gleichem Niveau halten: 


Papier

Durch vermehrte Umstellung auf digitale Prozesse (z.B. bei Konstruktionszeichnungen, Auftragsbelegen etc.) konnte EVVA seit 2015 ca. 9 Tonnen an Papier einsparen. Der Papier-Abfall im Headquarter ist von 6 Tonnen 2019 auf 5,5 Tonnen 2020 zurückgegangen. EVVA möchte seinen Papierbedarf weiter reduzieren – siehe Ziele weiter unten. Der Papierverbrauch wird sich in den nächsten Jahren durch die sukzessive Wandlung hin zur papierlosen Fertigung verringern. Vom Auftragseingang über die Produktion bis hin zur Waren-Auslieferung soll vieles digitalisiert bearbeitet werden können. Mehr dazu unter Digitalisierung.

Plastik-/Papierbecher verbannen: 2019 wurden sämtliche Plastikbecher aus den 8 Kaffeeautomaten im Headquarter verbannt und zunächst durch Papierbecher ersetzt. Auch hier setzte EVVA nochmals nach. 2019/2020 wurden die Mitarbeiter/-innen im Intranet und über Kleber direkt auf den Automaten gebeten, statt den Papierbechern immer die eigenen Kaffeebecher zu nutzen. Um diese Aktion zu fördern, erhielten alle Mitarbeiter ein EVVA-gebrandetes Exemplar geschenkt, das sie selbst personalisieren konnten. Die Aktion war ein großer Erfolg. Bei rund 15.000 Portionen Kaffee, die jeden Monat getrunken werden, kann sich die Ersparnis sehen lassen:


Ersparnis bei Plastik- und Papierbechern

Grafik Ersparnis an Plastik- und Papierbecher

Umweltfreundliches Thermopapier: 2021 stellte EVVA sein Kassenpapier für die Warenausgabe und innerbetriebliche Logistik auf blaues Thermopapier (Blue4est) um, das mit mehreren Umweltpreisen ausgezeichnet ist. Es wird ohne Bisphenol A hergestellt, kann über das Altpapier entsorgt werden (das bisherige weiße nur über den Restmüll), verblasst nicht und ist zudem auch günstiger im Einkauf. 
 

Sperrmüll, Restmüll

Der Sperrmüll-Anteil im Headquarter hat sich von 2019 auf 2020 um ca. 1 Tonne auf gesamt 6 Tonnen reduziert. Auch 2020 wurden im Zuge von Lean-Management-Maßnahmen zahlreiche alte Maschinen, Werkzeuge und Möbel endgültig entsorgt. Der Restmüll-Anteil ist seit 2010 ungefähr gleichgeblieben und beträgt rund 30 Tonnen. 


Input/Output Schlüssel

Foto von Schlüsselstanzlingen
Schlüsselstanzling – die Rohform eines Schlüssels, bevor EVVA ihn in aufwändigen Fertigungsverfahren zu einem hochwertigen und über Jahrzehnte zuverlässigen Sicherheitsprodukt herstellt

2013 stand einem Input von 185.388 kg Schlüsselstanzlingen ein Output von 145.132 kg fertigen Schlüsseln gegenüber. Dieses Verhältnis konnte EVVA in den letzten Jahren stark verbessern und damit sehr viel Ausschuss und Abfall vermeiden. Das ist uns durch effizientere und genauere Produktions-Prozesse sowie mit Lean-Management-Tools (Wertstromanalysen, Kanban etc.) gelungen, die gezielt gegen Verschwendung vorgehen.

Diese positive Entwicklung setzte sich 2020 fort: 158.323 kg Input (darin enthalten: Schlüsselstanzlinge 151.313 kg sowie Veredelungen wie Magnetpillen 110 kg und Kunststoffe-Anteil für Schlüssel von rund 6.900 kg) standen 152.235 kg Output gegenüber. Die Gesamtzahlen sind im Krisenjahr 2020 aufgrund der Pandemie gesunken.
 

Grafik Input und Output Schlüssel
 

Gefährlicher Abfall

wie z.B. Öl oder Elektroschrott. Diese Materialien werden für die Galvanik und Produktion benötigt. Sie werden über Spezialfirmen fachgerecht und wie gesetzlich vorgeschrieben entsorgt. Es hat keinen Austritt von schädlichen Substanzen gegeben. Der Elektronikschrott ist seit 2013 von 1 Tonne auf 5,8 Tonnen in 2019 und 2020 gestiegen, was u.a. mit dem Austausch und Abfall der alten Beleuchtungskörper (siehe LED-Umstellung) einhergeht. Alte Monitore, elektronische Maschinenkomponenten und Kabeln fallen ebenso darunter. Grund ist aber auch die gesteigerte Nachfrage und Produktion von elektronischen und mechatronischen Sicherheitssystemen. Daher hat sich der Batteriebedarf von 42 kg in 2010 auf 271 kg in 2019 und 305 kg in 2020 erhöht.

Die weitere Umstellung auf ölfreie Clean-Production-Maschinen wird den Öl-Bedarf von EVVA stetig reduzieren.


Kunststoffe

Unser Kunststoffe-Output (z.B. für Knaufkappen der elektronischen Zutrittssysteme) ist durch die größere Nachfrage nach elektronischen Produkten gestiegen – von 174 kg in 2010 über 1.523 kg in 2013 auf 2.477 kg in 2019. 2020 ist der Wert durch effizientere Verpackungsprozesse auf 2.266 kg gefallen.


Neue Galvanikprozesse

Seit 2020 stellt EVVA Galvanikprozesse (für die Oberflächenbehandlung unserer mechanischen Sicherheitsprodukte) im Headquarter teilweise von Pulver auf Flüssigstoff um. Das vereinfacht eine automatisierte Zuführung der Stoffe und damit eine effiziente und mengenreduzierte Zugabe.


Lebensdauer

Produkte und Komponenten wie Batterien mit längerer Nutzungsdauer verursachen auch weniger Abfall und setzen ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Näheres unter Qualität und Permanente Innovation.


Recycling

Mehr zu unserem Recycling-Ansatz erfahren Sie unter Recycling Materialien und Recycling Wasser/Abwasser.

Unsere Ziele

Bis wann: 2024

Wie: EVVA forciert in den kommenden Jahren die papierlose Fertigung und digitale Auftragsabwicklung.

  • Ein Beispiel aus der internen Auftragsabwicklung: Statt bisher 3 Lieferscheine für Aufträge wird nur noch ein einziges Formular notwendig sein. Der Datenfluss wird für den Versand digital bereitgestellt, somit konnten 2021 bereits rund 100.000 Blätter pro Jahr eingespart werden
  • Ein weiteres Beispiel aus der Auftragsabwicklung mit Partnern/Kunden: Durch die neue digitale EVVA-Bestellplattform für Handelspartner wird sich der Papierbedarf weiter reduzieren. Mit Stand 2021 sind es dadurch bereits 6.000 Blatt weniger 

Positive Auswirkungen: Derzeit beträgt der Papierbedarf im EVVA-Headquarter 43 Tonnen pro Jahr. Die geplante Reduktion auf 30 Tonnen ergibt eine Ersparnis von rund 30 % pro Jahr.

Bis wann: 2022

Wie: Seit 2020 stellt EVVA Galvanikprozesse in der Produktion um. Das wird eine effizientere Zugabe der Stoffe ermöglichen.

Positive Auswirkungen: Der Chemikalienbedarf sollte sich damit von 7.784 kg in 2019 auf 6.600 kg in 2022 verringern. Das wären ca. 15 % weniger, die nicht als Abfall entsorgt werden müssen.

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