Abfall reduzieren Maßnahmen gegen Verschwendung
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GRI 306: Abfall Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur; Nr. 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

Abfall als Rohstoff

EVVA sieht Abfälle als Rohstoffe an, die so sparsam wie möglich zu verwenden sind. Stand 2019:

  • Aus 69,3 % unserer Materialien werden fertige EVVA-Produkte,
  • 26,0 % ist wiederverwertbarer Abfall (Späne, Festabfall etc.), den EVVA auch zu 100 % wiederverwendet! Darum sprechen wir hier von „Wertstoffen“ und nicht von „Abfall“,
  • 3,3 % ist nicht gefährlicher Abfall wie z.B. Kunststoffe oder Holz
  • und 1,4 % ist gefährlicher Abfall wie Öl, Elektronikschrott, Galvanikabfälle oder Batterien.
  • Die Input-Output-Analysen unter Recycling & Ressourcen Gesamtübersicht enthalten alle Abfall-Angaben
    Grafik Zusammensetzung des Abfalls

Potenzial und Maßnahmen für weniger Abfall:

Unsere Abfallmenge ist in den letzten Jahren trotz Maßnahmen nur leicht zurückgegangen: Von 0,55 kg pro kg Erzeugnis in 2015 auf 0,54 kg in 2019. Grund dafür ist, dass EVVA mehr produziert und seit 2015 den Output um 14,5 % erhöht hat. Die folgenden Maßnahmen konnten und können jedoch die Abfallmenge trotz gleichzeitiger Output-Steigerung zumindest auf gleichem Niveau halten:


Papier

Durch vermehrte Umstellung auf digitale Prozesse (z.B. bei Konstruktionszeichnungen, Auftragsbelegen etc.) konnte EVVA im Berichtszeitraum seit 2015 ca. 9 Tonnen an Papier einsparen. Der Papier-Abfall im Headquarter beträgt aber noch rund 6 Tonnen pro Jahr. Daher möchte EVVA seinen derzeitigen Papierbedarf weiter reduzieren – siehe Ziele weiter unten. Der Papierverbrauch wird sich in den nächsten Jahren durch die sukzessive Wandlung hin zur papierlosen Fertigung mit Sicherheit verringern. Vom Auftragseingang über die Produktion bis hin zur Waren-Auslieferung soll vieles digitalisiert bearbeitet werden können. Mehr dazu unter Digitalisierung.

Plastik-/Papierbecher verbannen: 2019 wurden sämtliche Plastikbecher aus den 8 Kaffeeautomaten im Headquarter verbannt und zunächst durch Papierbecher ersetzt. Auch hier setzte EVVA nochmals nach. 2019/2020 wurden die Mitarbeiter/-innen im Intranet und über Kleber direkt auf den Automaten gebeten, statt den Papierbechern immer die eigenen Kaffeebecher zu nutzen. Um diese Aktion zu fördern, erhielten alle Mitarbeiter ein EVVA-gebrandetes Exemplar geschenkt, das sie selbst personalisieren konnten. Die Aktion war ein großer Erfolg. Bei rund 15.000 Portionen Kaffee, die jeden Monat getrunken werden, kann sich die Ersparnis sehen lassen:


Ersparnis bei Plastik- und Papierbechern

Grafik Ersparnis an Plastik- und Papierbecher
 

Sperrmüll/Restmüll

Der Sperrmüll-Anteil im Headquarter hat sich seit 2013 auf 6 Tonnen verdoppelt. Grund dafür ist, dass in den letzten beiden Jahren sehr viele alte Maschinen und Möbel endgültig entsorgt wurden. Der Restmüll-Anteil ist seit 2010 mit 30 Tonnen pro Jahr gleichgeblieben.


Schlüsselstanzlinge

Foto von Schlüsselstanzlingen
Schlüsselstanzling – die Rohform eines Schlüssels, bevor EVVA ihn in aufwändigen Fertigungsverfahren zu einem hochwertigen und über Jahrzehnte zuverlässigen Sicherheitsprodukt herstellt

2013 stand einem Input von 185.388 kg Schlüsselstanzlingen ein Output von 145.132 kg fertigen Schlüsseln gegenüber. Dieses Verhältnis konnte EVVA stark verbessern und damit sehr viel Ausschuss und Abfall vermeiden. Denn 2019 kaufte EVVA 160.620 kg Schlüsselstanzlinge ein und konnte den Output auf 160.585 kg fertige Schlüssel erhöhen. Also ein Input-Output-Verhältnis von praktisch 1:1 und minimalstem Ausschuss. Das ist uns durch effizientere und genauere Produktions-Prozesse sowie mit Lean-Management-Tools (Wertstromanalysen, Kanban etc.) gelungen, die gezielt gegen Verschwendung vorgehen.

 

Ausschuss bei Schlüsselstanzlingen

Grafik Ausschuss bei Schlüsselstanzlingen
 

Gefährlicher Abfall

wie z.B. Öl oder Elektroschrott. Diese Materialien werden für die Galvanik und Produktion benötigt. Sie werden über Spezialfirmen fachgerecht und wie gesetzlich vorgeschrieben entsorgt. Es hat keinen Austritt von schädlichen Substanzen gegeben. Der Elektronikschrott ist seit 2013 von 1 Tonne auf 5,8 Tonnen in 2019 gestiegen, was mit dem Austausch und Abfall der alten Beleuchtungskörper (siehe LED-Umstellung) einhergeht. Grund ist aber auch die gesteigerte Nachfrage und Produktion von elektronischen und mechatronischen Sicherheitssystemen. Daher hat sich der Batteriebedarf von 42 kg in 2010 auf 271 kg in 2019 erhöht. Die weitere Umstellung auf ölfreie Clean-Production-Maschinen wird den Öl-Bedarf von EVVA stetig reduzieren.


Kunststoffe

Unser Kunststoffe-Output (z.B. für Knaufkappen der elektronischen Zutrittssysteme) ist durch die größere Nachfrage nach elektronischen Produkten gestiegen – von 174 kg in 2010 über 1.523 kg in 2013 auf 2.477 kg in 2019.


Neue Galvanikprozesse

Seit 2020 stellt EVVA Galvanikprozesse (für die Oberflächenbehandlung unserer mechanischen Sicherheitsprodukte) im Headquarter teilweise von Pulver auf Flüssigstoff um. Das vereinfacht eine automatisierte Zuführung der Stoffe und damit eine effiziente und mengenreduzierte Zugabe.


Lebensdauer

Produkte und Komponenten wie Batterien mit längerer Nutzungsdauer verursachen auch weniger Abfall und setzen ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft. Näheres unter Qualität und Permanente Innovation.


Recycling

Mehr zu unserem Recycling-Ansatz erfahren Sie unter Recycling Materialien und Recycling Wasser/Abwasser.

Unsere Ziele

Bis wann: 2024

Wie: EVVA forciert in den kommenden Jahren die papierlose Fertigung und digitale Auftragsabwicklung.

  • Ein Beispiel aus der internen Auftragsabwicklung: Statt bisher 3 Lieferscheine für Aufträge wird im Laufe von 2021 nur noch ein einziges Formular notwendig sein. Der Datenfluss wird für den Versand digital bereitgestellt, somit können rund 100.000 Blätter pro Jahr eingespart werden
  • Ein weiteres Beispiel aus der Auftragsabwicklung mit Partnern/Kunden: Durch die neue digitale EVVA-Bestellplattform für Handelspartner wird sich der Papierbedarf weiter reduzieren

Positive Auswirkungen: Derzeit beträgt der Papierbedarf im EVVA-Headquarter 43 Tonnen pro Jahr. Die geplante Reduktion auf 30 Tonnen ergibt eine Ersparnis von rund 30 % pro Jahr.

Bis wann: 2022

Wie: Seit 2020 stellt EVVA Galvanikprozesse in der Produktion um. Das wird eine effizientere Zugabe der Stoffe ermöglichen.

Positive Auswirkungen: Der Chemikalienbedarf sollte sich damit von 7.784 kg in 2019 auf 6.600 kg in 2022 verringern. Das wären ca. 15 % weniger, die nicht als Abfall entsorgt werden müssen.

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