Anteil regionaler Lieferanten Nähe fördert regionale Wirtschaft und Umweltschutz
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Als wesentliches Thema für EVVA definiert GRI 204: Beschaffungspraktiken; 413: Lokale Gemeinschaften Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
Managementansatz – unser Warum:

Regionalität = Nachhaltigkeit

Die Corona-Krise hat vieles neu bewertet. Besonders profitiert hat die Regionalität. Schlanke globale Lieferketten gibt es weiterhin, aber die Lieferantennähe hat an Bedeutung gewonnen. EVVA hat bereits lange vor Corona auf hohe Wertschöpfungstiefe und Regionalität gesetzt, weil

  • wir so unabhängiger von weit entfernten Lieferanten sind, was die Versorgungssicherheit erhöht und mögliche Lieferschwierigkeiten in Krisenzeiten verringert. Diese Strategie der regionalen Wertschöpfungskette hat uns und unseren Stakeholdern in der Pandemie eine sehr hohe Lieferfähigkeit garantiert
     
  • die kürzeren Transportwege weniger CO²-Ausstoß bedeuten und somit der Klimaneutralität entgegenkommen
     
  • die Zusammenarbeit mit nahen Anbietern hilft, Arbeitsplätze in der Region zu halten


Alles Vorteile, die höhere Kosten regionaler Beschaffungswege ausgleichen oder zumindest abfedern können. Ein hoher Anteil von regionalen EVVA-Lieferanten hat also Auswirkungen sowohl auf Wirtschaft, Umweltschutz und Gesellschaft. Die Stakeholder haben „Anteil regionaler Lieferanten“ daher als wesentlich für EVVA bewertet. Da praktisch alle Materialien und Produktkomponenten für die internationale EVVA-Gruppe über das Headquarter in Wien eingekauft werden, definieren wir Lieferanten aus Österreich als regionale Quellen. Darum sprechen wir von „regionalen“ anstatt von „lokalen“ Lieferanten.


Lieferanten-Analyse

Der EVVA-Einkauf im Headquarter (inkl. Hauptproduktionsstätte), wo die Unternehmensgruppe ca. 75 % der gesamten Produktionswertschöpfung erwirtschaftet, hat die regionale Nähe der Lieferanten analysiert:

  • EVVA arbeitet mit rund 500 Lieferanten zusammen, um hochwertige mechanische und elektronische Zutrittssysteme herstellen zu können. Die Lieferanten decken u.a. unseren Rohmaterialbedarf für die Produktion (vor allem Messing) sowie für Produktkomponenten und Werkzeuge ab:
     

Lieferantenanteil nach MaterialienGrafik Anteil der gelieferten Materialien
 

  • Von unseren Top-100-Lieferanten kommen 67 aus Österreich (42 davon aus Wien, Niederösterreich, Burgenland). Rund 50 % des Einkaufsumsatzes des Headquarters wird in Österreich umgesetzt (davon 35 % in Ost-Österreich). Unsere weiteren Lieferanten kommen aus Deutschland (21 %), Italien (7 %), der Schweiz (6 %), aus weiteren europäischen Ländern (11 %) und außerhalb Europas (4 %). Die EVVA-Niederlassungen erhalten praktisch alle Produktkomponenten aus dem Headquarter
     

Anteil der Lieferantenländer am Gesamteinkaufsumsatz

Grafik Anteil der Lieferantenländer nach Einkaufsumsatz

 

  • Ca. 4 % des Materials und der Komponenten, die EVVA zukaufen muss, kommen nicht aus Europa, sondern aus China oder Indien, wie z.B. Schlüsselreiden oder Nirosta-Teile für elektronische Drücker
     
  • Sehr stabile und langjährige Geschäftsbeziehungen: EVVA ist mit den Hauptlieferanten seit Jahrzehnten, oft über mehrere Generationen, verbunden. In Zahlen: Mit 70 % der regionalen Lieferanten ist EVVA seit mind. 20 Jahren im engen Geschäftskontakt


Herausforderungen

Wie die obige Aufstellung zeigt, kann EVVA nicht alle benötigten Teile für die Produktion aus regionalen Quellen beziehen. Einige wenige Komponenten müssen von Lieferanten aus anderen Kontinenten beschafft werden. Denn für gewisse Produktkategorien (wie etwa Beschlagsteile für elektronische Systeme) gibt es praktisch keine regionale Industrie mehr, und wenn doch, werden sie nur zu einem nicht wettbewerbsfähigen, sehr hohen Preis angeboten. Bei bestimmten Komponenten gibt es generell nur wenige Anbieter am Weltmarkt. In den letzten Jahren analysierte EVVA daher intensiv seine Single Sources. Mehr dazu unter Versorgungssicherheit.

Unsere Ziele

Bis wann: 2023

Wie: Derzeit werden rund 50 % des Einkaufsumsatzes über regionale Lieferanten abgewickelt. Die 60 % will EVVA erreichen, indem elektronische Komponenten wie Hauptplatinen vermehrt regional beschafft werden.

Positive Auswirkungen: Nach Berechnung des EVVA-Bereichs „Logistik & Einkauf“ verbleiben zusätzliche 8 Mio. Euro des EVVA-Einkaufsumsatzes in der Region und helfen damit Arbeitsplätze der Lieferanten zu sichern bzw. auszubauen. Durch die kürzeren Transportwege werden geschätzt 20 Tonnen CO² eingespart.

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