Qualität Nachhaltigkeit braucht Verlässlichkeit
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Als wesentliches Thema für EVVA definiert GRI: kein Äquivalent Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum
Managementansatz – unser Warum:

Höchste Sicherheit erfordert höchste Präzision

EVVA verwaltet viele Millionen Zylinder und Schlüssel sowie mehrere hunderttausend Schließanlagen von Unternehmen, öffentlichen Institutionen und Privaten. Alle EVVA-Produkte durchlaufen mehrere Kontrollstufen – etwa im hauseigenen Testlabor – bevor sie in den Verkauf gehen. Seit der Gründung hat EVVA geschätzt 100 Millionen Sicherheits-Zylinder und noch weit mehr Schlüssel hergestellt. Für diese Mengen und komplexen Fertigungsprozesse sind Spezialverfahren notwendig, die bis auf ein Hundertstel Millimeter genau arbeiten müssen.

Einblick in das vielfach prämierte Magnet-Code-System (MCS) von EVVA
Einblick in das vielfach prämierte Magnet-Code-System (MCS) von EVVA

Wie wichtig uns das Thema ist, zeigt die EVVA-Vision: „Wir sind in allen Kundenberührungspunkten der beste und zuverlässigste Hersteller von mechanischen und elektronischen Zutrittssystemen.“ Und das hat große Auswirkungen auch auf unsere Kunden und Handelspartner, weshalb „Qualität“ als eines der wesentlichsten nachhaltigen EVVA-Themen von den Stakeholdern bestimmt wurde.

 



Ökonomische Auswirkungen:

Nicht nur im Stakeholderdialog 2020, auch in der letzten großen Partnerumfrage 2017 sticht „Qualität“ hervor. Rund 600 Handelspartner, die unsere Produkte weltweit vertreiben, haben daran teilgenommen. Die Qualität von mechanischen EVVA-Schließsystemen wurde mit 1,38 bewertet (auf einer 4-stufigen Skala), das beste Ergebnis unter allen befragten Unternehmen. Die Lieferqualität und Liefertermintreue (Bestellungen kommen nicht zu früh oder zu spät an) sind allen Befragten wichtig. Die Bewertungen (rund um 1,5) sind auch hier sehr positiv für EVVA. Dennoch wollen wir uns weiter verbessern – siehe Ziele unten.

Höchste Qualität wird von einem Anbieter hochwertiger und hochsicherer Sicherheitslösungen aber mittlerweile vorausgesetzt. Denn verkauft ein Vertriebspartner ein mangelhaftes Produkt an den Endkunden, dann schwächt das auch sein Image und Geschäft. „Deshalb wird Qualität bei EVVA immer an oberster Stelle stehen. Qualität ist Teamwork, jeder Einzelne ist dafür verantwortlich“, so EVVA-CEO Stefan Ehrlich-Adám. Und das ist ein laufender, ewiger Prozess, denn „Qualitätsorientierung endet nicht am Tag X“ wie Manfred Rosner, Verantwortlicher für das Qualitätsmanagement bei EVVA, ergänzt.


Ökologische und gesellschaftliche Auswirkungen:

Foto eines EVVA-Zusatzschloss aus den 1930ern oder 1940ern, das noch heute seinen Dienst in einer Altbauwohnung verrichtet Langlebige Produkte
Produkte von EVVA haben eine lange Haltbarkeit, was sich positiv auf die Umwelt auswirkt. Grund dafür sind hochwertige Fertigungsprozesse und der hohe Qualitätsanspruch, der jahrzehntelange Sicherheit ermöglicht. EVVA erhält weiterhin viele Nachbestellungen von Systemen, die 50 Jahre und länger im Einsatz sind (Foto: Ein EVVA-Zusatzschloss aus den 1930ern oder 1940ern, das noch heute seinen Dienst in einer Altbauwohnung verrichtet). Ein EVVA-Sicherheitszylinder ist ein Wert für Generationen, man kann ihn ausbauen und im nächsten Zuhause weiter einsetzen. EVVA unterscheidet sich bei Fertigung, Sortimentsbreite und Service erheblich von Billiganbietern. Das Gefühl der Sicherheit, das EVVA-Produkte geben, basiert auf diesem hohen Qualitätsanspruch.

Noch ein Wort zum Thema Reparaturen: Da EVVA-Produkte hochqualitativ sind, kommen Reparaturen sehr selten vor. In den meisten Fällen wäre es für EVVA kostengünstiger einfach auszutauschen als zu reparieren. Aber das widerspricht unserer Einstellung gegen die Wegwerfgesellschaft. Wir wollen Abfall vermeiden, vor allem weil zumeist nur ein Bestandteil betroffen ist und das Produkt danach noch jahrzehntelang genutzt werden kann. Deshalb bietet EVVA auch immer noch ein Reparaturservice an.


EVVA-Maßnahmen zur Qualitätssteigerung und Fehlervermeidung:

(Auswahl aus Berichtszeitraum seit 2015)

  • Fehlertickets reduziert
    EVVA hat 2017 eine Qualitäts-Offensive gestartet, um die Anzahl der Kundentickets weiter zu reduzieren. So konnte EVVA u.a. mit den nachfolgend beschriebenen Maßnahmen die Kundentickets zu technischen Fragen und Problemen auf unter 1 % senken (siehe Ziele)
     
  • Neues Gesamttest-Konzept
    2018 eingeführt ist es mittlerweile Standard in sämtlichen Entwicklungsprojekten von EVVA:
    1) Die meisten Checks erfolgen im Modul- oder Komponenten-Test. Hier werden die kleinsten Einheiten auf Fehlerfreiheit überprüft (z.B. Mechanik-Bauteile bzw. -Zeichnungen oder Software-Module)
    2) Der Integrations-Test überprüft das Zusammenspiel mehrerer Komponenten (z.B. eine Elektronikbaugruppe, einen Aufbohrschutz)
    3) Der System-Test beantwortet die Frage: „Wie gut funktioniert das Produkt für sich alleine?“ (z.B. ein Mechanik-Knaufzylinder, die Software für ein elektronisches Schließsystem etc.)
    4) Der Gesamtsystem-Test prüft, ob die Einzelprodukte im Gesamtsystem reibungslos zusammenarbeiten. Z.B. die Software mit der App und den Türkomponenten
    5) Zuletzt erfolgt der Feldtest u.a. bei ausgewählten Kunden
  • Foto einer Monteurin mit Produktions-App
    Die Monteurinnen informieren das "Team 122" über eine Produktions-App am Monitor
    „Team 122“ – die Feuerwehr in der Fertigung
    Das Team 122 besteht aus verschiedenen EVVA-Profis. Es trifft sich täglich und checkt die aktuellen Aufträge: Wo gibt es Herausforderungen, die die hohe EVVA-Qualität gefährden könnten? Es organisiert rasch womöglich fehlende Teile oder personelle Ressourcen und priorisiert wichtige Aufträge. Das Team 122 meistert brenzlige Situationen, um die versprochene Lieferzeit einzuhalten
  • EPOS (EVVAs produktionsoptimiertes System)
    Diese EVVA-Initiative betrachtet alle Optimierungsprojekte in der Fertigung ganzheitlich und nicht mehr isoliert wie früher. Lean-Management-Tools werden abteilungsübergreifend eingesetzt. Wie z.B. das 5S-Prinzip (Schaffe Ordnung, Sortiere aus …, also dass alle Materialien genau am richtigen Platz sind) oder Kanban (also dass alle Materialien in der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt vorhanden sind). Die EPOS-Teams bringen zudem eigene Qualitäts-Verbesserungsvorschläge ein  
     
  • QSP (Qualität mit schlanken Prozessen)
    Das derzeit laufende QSP-Projekt analysiert die gesamte Prozesslandschaft von EVVA – von Businesskonzepten über Maschinenbereitstellungen bis zu Markteinführungen. Es prüft beispielsweise, ob alle Abläufe eindeutig präzisiert sind und klare Schnittstellen aufweisen, um doppelte Aufwände zu vermeiden  
     
  • Im Berichtszeitraum realisierte EVVA zahlreiche Digitalisierungsprojekte, um Arbeitsschritte zu automatisieren oder zu vereinheitlichen und damit die Fehleranfälligkeit zu verringern. Ein Beispiel ist das digitale Bestellportal für Handelspartner. Mehr dazu unter Digitalisierung

  • Illustration von Toleranzgrenzen
    EVVA fertigt mit engsten Toleranzen
    Fertigen auf allerschmalstem Grat
    Bei der Fertigung können Grate entstehen, also scharfe Kanten oder Rückstände am Produkt, die nicht nur die Funktion beeinträchtigen, sondern auch Verletzungen verursachen können. Im Zuge der Qualitäts-Offensive hat EVVA die Wartungspläne der entsprechenden Maschinen neu geordnet, engmaschiger kontrolliert und die Maschinen mit Sensoren bestückt, um Verschleißteile (wie Räumnadeln oder Drehmesser) zeitnah auszutauschen. Störungen oder Auftragsverschiebungen aufgrund von gratigen Teilen kommen praktisch nicht mehr vor
  • Kupplungsfehler minimiert
    Im Berichtszeitraum traten fallweise Kupplungsfehler bei elektronischen Beschlägen auf. EVVA entwickelte daraufhin neue Kupplungen, die seit 2019 sehr erfolgreich im Einsatz sind
     
  • Mehr interne Audits
    Nicht nur externe Prüfinstitute testen regelmäßig unsere Qualität. EVVA hat seine eigenen internen Prüfungen in den letzten Jahren intensiviert, wie z.B. die Wartung der Maschinen. Beim sogenannten Eigenüberwachungs-Audit verpflichtet sich ein Unternehmen, Produkte immer auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten. Der große Vorteil: EVVA wartet nicht bis externe Tester einen Fehler entdecken, was im schlimmsten Fall zu einem Zertifikatsverlust führen kann, sondern stellt sich kontinuierlich selbst auf den Prüfstand. Das Foto zeigt einen Mitarbeiter an der Lebensdauer-Prüfmaschine. 100.000 Sperrzyklen (das sind in etwa 400.000 Sperrvorgänge) müssen mechanische Zylinder für die Norm mindestens erfüllen. EVVA legt sich die interne Testlatte mit 200.000 Zyklen weit höher.

    Foto eines Mitarbeiters an einer Testmaschine
    Tests an der Lebensdauer-Prüfmaschine
    Generell unterzieht EVVA seine selbst entwickelten Produkte immer einer FMEA-Analyse, der „Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse“. Dabei werden im Entwicklungsprozess mögliche Fehler identifiziert und nach Wahrscheinlichkeit und Auswirkungen mit Punkten bewertet. Das kann das Design, die Herstellungsprozesse oder das Zusammenspiel der Komponenten betreffen. Ab einer gewissen Punktezahl sind vorbeugende Maßnahmen durchzuführen. EVVA setzt die FMEA sehr umfassend und detailliert ein

 

Tests für den Anwenderschutz:

EVVA erfüllt alle Vorschriften, unsere Produkte können über den gesamten Produktlebenszyklus (zum Beispiel hinsichtlich elektrischer Sicherheit oder Batterien) bedenkenlos genutzt werden. Alle Produktkennzeichnungen sind korrekt angegeben (z.B. richtige Nutzung, Zusammensetzung bei Batteriekennzeichnung etc.). Es hat keinerlei Gesetzesverstöße gegeben. Denn alle Produkte werden während des Entwicklungsprozesses und im hauseigenen Testlabor nicht nur auf Funktionalität, Haltbarkeit oder Dauereinsatz getestet, sondern auch auf die sichere Anwendung.

Unsere Ziele

Bis wann: 2022

Wie: Kundentickets werden vom EVVA-Qualitätsmanagement koordiniert und beziehen sich u.a. auf technische Fragen oder Fehler. EVVA nimmt neben seinen Serienfertigungen auch individuellste Auftragsvarianten bis zur Losgröße 1 an, also auch nur ein einziges spezielles Sicherheitsprodukt. Hier kann es zu völlig neuen Lernkurven kommen, die EVVA in einer weiteren Fertigungsrunde berücksichtigt. Derzeit werden bei 0,97 % der jährlichen Aufträge technische Kundentickets angelegt. Bis Ende 2022 möchten wir die Prozentzahl auf 0,60 % weiter senken. Das schaffen wir durch die im Text beschriebenen Maßnahmen.

Positive Auswirkungen: Einer der EVVA-Qualitäts-Grundsätze lautet: „Unser Anspruch an uns selbst: Wir von EVVA liefern fehlerfreie Produkte und Leistungen.“ Mit diesem Ziel sind wir diesem Anspruch sehr nahe. Das Ziel wird durch interne Messsysteme und eine externe Evaluierung der Quality Austria überprüft.


Bis wann: 2024

Wie: Liefertreue bedeutet, dass die Produkte exakt im vereinbarten Zeitraum beim Besteller eintreffen. Derzeit beträgt unsere auftragsbestätigte Liefertreue 97 %. Im Berichtszeitraum seit 2015 hat EVVA weit größere Aufträge mit mehr Stückmengen als zuvor erhalten. Die Lieferzeiten sind bei großen Mengen naturgemäß länger und binden mehr Ressourcen. Mit einer weiteren Optimierung der Auftrags- und Fertigungsprozesse – z.B. über digitale Produktions-Apps, die sofort den Auftragsstatus und die Ursachen von Verzögerungen signalisieren – wollen wir die derzeit 3 % der auftragsbestätigten Lieferungen, die nicht exakt eingehalten werden können, auf max. 1 % verringern. Die App übernimmt dann auch die interne Messung der Liefertreue.

Positive Auswirkungen: Die Betonung liegt auf „exakte“ Lieferzeit, denn zu früh liefern ist auf einer Baustelle genauso schlecht wie zu spät liefern. Unsere Branche kommt meist zuletzt auf die Baustelle, denn die Montage der Sicherheitszylinder kann erst erfolgen, wenn die Türen eingebaut sind. Nicht selten verzögern sich aber die Projekte der Bauherren, und um zum Ende hin Zeit gutzumachen, muss EVVA schnell liefern und montieren können. Die sehr hohe EVVA-Liefertreue garantiert unseren Partnern und Kunden also einen optimalen Workflow und damit ökonomische Verlässlichkeit. Für EVVA ist es ein klarer Wettbewerbsvorteil.


Bis wann: 2022

Wie: Bei der nächsten quantitativen Handelspartnerumfrage, die für 2022 geplant ist, möchte EVVA wieder den Spitzenrang beim Punkt „Qualität“ einnehmen. Bei der Partnerumfrage 2017 konnte EVVA den ausgezeichneten Mittelwert von 1,4 (auf vierteiliger Skala) erreichen.

Positive Auswirkungen: Die hohen Qualitäts-Bewertungen von unseren Vertriebspartnern sind für uns das beste Zeichen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und Produkte herstellen, auf die sich unsere Kunden 100%ig verlassen können. Das stärkt die ökonomische Nachhaltigkeit unserer Handelspartner und von EVVA.

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