Energie & Emissionen Gesamtübersicht Facts und Initiativen auf einen Blick
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Als wesentliches Thema für EVVA definiert GRI 302: Energie; 305: Emissionen Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 7: Bezahlbare und saubere Energie; Nr. 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion
Managementansatz – unser Warum:

Hoher Energiebedarf – hohe Wesentlichkeit

Dass EVVA in der Wesentlichkeitsanalyse hohe Relevanz- und Impactwerte beim Thema „Energie“ erzielt hat, verwundert nicht. Als Industrieunternehmen, das zahlreiche hochqualitative Zutrittssysteme in die ganze Welt liefert, hat EVVA einen entsprechenden Energiebedarf. Den meisten Strom benötigen wir für unsere Fertigungsprozesse, z.B. für Maschinen/Fertigung 50 %, Druckluft/Kompressoren 22 %, Kühlung 8 % und Arbeitsplätze/PCs 7 %. Gas wird für die Heizwärme benötigt. 55 % unseres eingekauften Stroms stammen aus erneuerbaren Quellen. Energie einsparen und aus erneuerbaren Quellen selbst gewinnen ist daher als wesentliches Nachhaltigkeitsthema im Stakeholderdialog bestimmt worden.

Die angegebenen Messdaten werden in EVVA-Umweltberichten sowie im Energie-Audit veröffentlicht. Sie sind extern von Behörden (z.B. Umweltmagistrat, Abfallmagistrat, Gewerbebehörde, Vertreter der Arbeiter- und Wirtschaftskammer) und Nachhaltigkeitsberatern geprüft und bestätigt.
 

Energiebedarf (Strom/Gas)

Tabelle Energiebedarf von EVVA

Gesamt-Energiebedarf (Strom, Gas) des EVVA Headquarters inkl. Hauptproduktionsstätte, 2015 bis 2019

 

Energieintensität pro kg Erzeugnis bzw. pro m²Grafiken zum Energieverbrauch von EVVA

Energieintensität für Strom und Gas von 2015 bis 2019, bezogen auf den Verbrauch innerhalb des Headquarters mit Hauptproduktionsstätte. Eine weitere Kennzahl: 2015 lag der Gesamtenergieverbrauch (Strom, Gas) pro Mitarbeiter/-in bei 12.838 kWh, 2019 bei 13.220 kWh. Damit liegt EVVA – so das externe Energie-Audit – im guten mittleren Bereich verglichen mit anderen metallverarbeitenden Betrieben

 

Emissionen

Grafik Emissionen von EVVA

Der Energiebedarf des EVVA Headquarters umgerechnet in CO²-Tonnen im Jahr 2019. Quelle für Umrechnung: externes Audit 2019 (denkstatt enertec) mit Abschätzung auf Basis aktueller Erfahrungswerte sowie der CO²-Emissionsfaktoren des österreichischen Umweltbundesamtes (bei Strom: 0,248 kg CO²-Äquivalent pro kWh; bei Erdgas: 0,271 kg; bei Benzin: 0,327 kg)


Effizientere Produktion trotz steigender Fertigungszahlen

  • Gemäß unserem Umweltbericht 2020 und Energie-Audit 2019 (externe Auditoren: denkstatt enertec) hat sich der Stromverbrauch des EVVA-Headquarters mit unserer Hauptproduktionsstätte in Wien im Berichtszeitraum zwar erhöht (von 4,3 Gigawattstunden GWh in 2015 auf 5 GWh in 2019), jedoch geringer als die EVVA-Produktionssteigerung von jährlich 4 bis 5 %. Grund für den höheren Strombedarf: Es werden mehr elektronische und auch mehr komplexere mechanische Zutrittssysteme nachgefragt, die höhere Sicherheit bieten, aber auch mehr Teilevielfalt aufweisen. Die aufwändigeren Fertigungsprozesse und Maschinen benötigen mehr Energie, ersetzen dafür aber auch zahlreiche ältere Fertigungsanlagen. Eine neue digitale Maschine kann bis zu fünf herkömmliche ablösen
     
  • Der Heizgasverbrauch konnte im gleichen Zeitraum von 1,6 GWh in 2015 auf 1,4 GWh in 2019 reduziert werden, u.a. durch die stärkere Abwärme-Nutzung in der Produktion


Die Produktion ist daher insgesamt effizienter geworden: EVVA produziert mehr, benötigt aber dafür verhältnismäßig weniger Strom und Gas. Die zahlreichen, unten angeführten Energiesparmaßnahmen im Unternehmen haben sich sehr positiv ausgewirkt. Und wir werden weitere Aktivitäten setzen. Denn durch fortlaufende Digitalisierung und neue Clean-Production-Maschinen, die zwar weit weniger Ressourcen wie Öl und Wasser, aber dafür mehr Strom benötigen, wächst der Energiebedarf. Fortschritte bei der Energieeffizienz sind also notwendig, damit die positiven Auswirkungen auch längerfristig anhalten.

Aus allen diesen Gründen wurde das Thema „Energie“ von den Stakeholdern als wesentlich eingestuft. Es ist verknüpft mit der Emissionsreduktion, die in den einzelnen folgenden Maßnahmen mitbehandelt wird. EVVA setzt sich ambitionierte Ziele, um den Mehrbedarf zu kompensieren, die Energieeffizienz zu steigern und Emissionen zu reduzieren.
 

Bedeutende Energiesparmaßnahmen –
positive Auswirkungen seit 2015 und Ziele bis 2024:

Vor allem mit den folgenden Maßnahmen schafft es EVVA, dem erhöhten Energiebedarf entgegenzuwirken. Die damit eingesparten Kilowattstunden machen derzeit ca. 8 % des jährlichen Strombedarfs aus.


Weitere Maßnahmen:

  • Mehr Videokonferenzen, digitale Meetings und Teleworking
    EVVA hatte schon vor der Covid-19-Krise stärker auf digitale Kommunikation und Ausbildung gesetzt, um Reiseaufwände zu reduzieren. Während der Pandemie ab Anfang 2020 ist die Nutzung besonders angestiegen und gleichzeitig sind Dienstreisen entsprechend zurückgegangen. Da EVVA bei einer Normalisierung der Gesundheitslage wieder seine Exportaktivitäten aufnehmen möchte, werden Dienstreisen – vor allem in neue Märkte – weiterhin notwendig und wichtig sein. Wir rechnen aber damit, dass vor allem kürzere Fahrten und Dienstreisen vermehrt durch Videokonferenzen ersetzt werden 
  • Foto eines Elektro-Autos bei EVVA WienFirmenfahrzeuge mit Elektroantrieb
    Der Energieverbrauch des EVVA-Fuhrparks im Headquarter reduzierte sich in den vergangenen 4 Jahren um ca. 300 MWh (300.000 kWh), das ist in etwa die Energie, die 15 Privathaushalte pro Jahr verbrauchen. Diese Reduzierung ist unter anderem auf die Zusammenlegung von Fahrten sowie die Optimierung von Routen z.B. der Außendienstmitarbeiter zurückzuführen. 2018 wurden bei EVVA Wien zwei Elektro-Fahrzeuge angeschafft, um Erfahrungswerte mit e-Autos zu gewinnen. Nach der Testphase wird die Anschaffung mehrerer e-Firmenwägen evaluiert.

    EVVA Niederlande ist in der Gruppe der Pionier beim e-Fuhrpark. 4 e-Autos sind bereits seit Jahren im Einsatz, die Mitarbeiter/-innen sind sehr zufrieden damit. Neuanschaffungen sind derzeit keine geplant, da für die anderen Fahrzeuge mit herkömmlichen Treibstoffen noch längerfristige Leasingverträge laufen 

  • Fahrtkostenzuschüsse von EVVA für Beschäftigte, die aus anderen Bundesländern ins Headquarter pendeln. Sie belaufen sich auf 7.800 Euro pro Monat für 90 Mitarbeiter/-innen. Diese Zuschüsse gelten ausschließlich für öffentliche Verkehrsmittel, nicht für Autos. Sie haben damit lenkenden Einfluss und verringern die Umweltbelastungen des Individualverkehrs
     
  • Clean Production. Der weit geringere Ölbedarf von EVVA bedeutet auch weniger Öl-Transporte von den Raffinerien zu EVVA – und das Öl muss nicht aufwändig entsorgt werden. Näheres zum Thema unter Clean Production
     
  • Fokus auf regionale Lieferanten. Je näher die Quellen, desto kürzer die Transportwege. Näheres unter Anteil regionaler Lieferanten
     
  • Die Kühlung der Serverräume im Headquarter erfolgt seit vielen Jahren über Free-Cooling. D.h. wenn die Außentemperatur ca. 10 Grad unter der gewünschten Innentemperatur liegt, wird nicht mehr über Kompressoren, sondern über die Außenluft gekühlt
     
  • Virtuelle Server. EVVA nutzt für viele Hardware-Systeme bereits virtuelle Server, was zu einem geringeren Energieverbrauch führt. Zurzeit sind ca. 300 virtuelle Server im Headquarter im Einsatz, die auf 6 physischen Servern betrieben werden. Dadurch kann jedes EVVA-Service über einen eigenen Server abgewickelt werden, was Abhängigkeiten (z.B. bei Reboots) sehr verringert. Energieersparnis dadurch: Für die 6 Server benötigt EVVA nur noch rund 50.000 kWh pro Jahr – im Gegensatz zu den vielen Dutzenden Servern von früher mit insgesamt rund 330.000 kWh pro Jahr
     
  • e-Schrauber. 2019 ersetzte EVVA 24 pneumatisch angetriebene Montage-Schrauber durch 24 elektrische angetriebene. Dadurch konnte nicht nur die Geräuschemission, also der Lärmpegel, für Monteure reduziert werden, sondern auch der Energiebedarf um 3.000 kWh pro Jahr
Unsere Ziele

Bis wann: 2024

Wie: Das Ziel bezieht sich auf das EVVA Headquarter mit der Hauptproduktionsstätte (75 % der Produktionswertschöpfung in der EVVA-Gruppe) und auf alle in diesem Bericht beschriebenen Energiespar-Maßnahmen. EVVA wird bis 2024 rund 23 Mio. Euro in nachhaltige und digitale Fertigungsanlagen, Photovoltaikanlagen und energieeffiziente Gebäudetechnik investieren.

Positive Auswirkungen: Der Gesamtenergiebedarf für Strom und Gas beträgt für das EVVA Headquarter rund 6,5 Gigawattstunden (Stand 2019). D.h. bei einer 10%igen Reduzierung würde EVVA 650.000 kWh an Energie einsparen und den jährlichen Bedarf spätestens 2024 auf 5,8 bis 5,9 Gigawattstunden gesenkt haben. Das wären umgerechnet um die 200 CO²-Tonnen weniger pro Jahr bei den Fertigungsprozessen.

Sie finden weitere Ziele rund um Energie & Emissionen unter diesen Themen:

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