Verantwortungsvolle Unternehmensführung Unsere Strategie & wirtschaftlicher Erfolg
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Als wesentliches Thema für EVVA definiert GRI 203: Indirekte ökonomische Auswirkungen; 201: Wirtschaftliche Leistung Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum; Nr. 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur; Nr. 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
Managementansatz – unser Warum:

Wirtschaftlicher Erfolg ist die Grundlage für Nachhaltigkeit

Warum ist einfach erklärt: Setzt ein Unternehmen auf die falschen Strategien, verliert es wirtschaftlich immer mehr an Boden – und damit seine Wirkungskraft und Ausdauer für die langfristigen innovativen, ökologischen und sozialen Projekte. Die Folge ist eine geringere Arbeitsplatzsicherheit. Sichere Arbeitsverhältnisse haben gerade in der heutigen Zeit die vielleicht positivste nachhaltige Auswirkung überhaupt. Ein Unternehmen muss also immer auf stabilen Beinen stehen. Deshalb ist eine erfolgreiche Strategie und damit in Folge ein wirtschaftlicher Erfolg im EVVA-Stakeholderdialog als wesentliches nachhaltiges Thema diskutiert und bewertet worden.

Mehr zu unseren strategischen Grundsätzen erfahren Sie auch im Punkt „Warum Nachhaltigkeit > Strategie“.


Ökonomische Verantwortung

EVVA hat seit 2015

  • die Produktivität um 4 bis 5 % pro Jahr steigern können (die Produktivität ist eine Kennzahl, die den Input mit dem Output in Ist-/Soll-Arbeitsstunden vergleicht)
     
  • sowie auch den Produktions-Output an sich um insgesamt 14,5 % gesteigert (z.B. bei den Sicherheitszylindern von 1,27 Mio. kg in 2015 auf 1,41 Mio. kg in 2019). Das ist durch die große Nachfrage nach unseren Zutrittssystemen gelungen sowie durch moderne, leistungsstärkere Fertigungsanlagen und weitere Digitalisierungsschritte
     
  • Die Umsatzerlöse sind im Berichtszeitraum gestiegen. Sie betrugen für das Headquarter in 2015 50,7 Mio. Euro und in 2019 61 Mio. Euro. Für die EVVA-Gruppe in 2015 69,5 Mio. und 2019 82,9 Mio. Euro. (Weitere veröffentlichte Kapital-Kennzahlen im GRI-Index 102-7)
     

Produktivität EVVA

Grafik zur Produktivität von EVVA

Die ökonomische Nachhaltigkeit ist aber keinesfalls alleiniges Ziel der EVVA Corporate Governance. Eine verantwortungsvolle Unternehmensführung berücksichtigt auch ökologische und soziale Auswirkungen in allen Entscheidungen. Das Nachhaltigkeitsmanagement ist bei der Geschäftsführung und somit auf der höchsten Entscheidungsebene verankert (Näheres dazu im GRI-Index 102-18: Unternehmensführung, Nachhaltigkeitsverantwortliche).


Strategische Entscheidungen und ihre nachhaltigen Auswirkungen

Auswahl im Berichtszeitraum seit 2015:

  • Weiterentwicklung und Kommunikation der neuen EVVA-Kultur
    EVVA hat seit 2015 die Vision, Werte, das Leitbild und den Verhaltenskodex neu formuliert. Alle Beziehungen zu Stakeholdern basieren auf diesem Fundament. Vor allem intern war und ist es wichtig, dass jede/r Mitarbeiter/-in, die EVVA-Kultur kennt und danach handelt. Denn es hat große Auswirkungen, wie die Stakeholder EVVA an allen gemeinsamen Touchpoints wahrnehmen. Jede/r Mitarbeiter/-in hat zusätzlich eine handliche kleine EVVA-Kultur-Box erhalten, die Vision, Werte, Leitbild und Code of Conduct beinhaltet. Die Mitarbeiterzeitung stellt regelmäßig Best-Practice-Beispiele aus dem Arbeitsalltag vor, die die EVVA-Kultur veranschaulichen.  

    Das Unternehmen befragt regelmäßig in den großen Mitarbeiterbefragungen, wie gut u.a. Vision und Strategie wahrgenommen, verstanden und als Leitlinien angewandt werden. Die Erkenntnis der letzten Befragung Anfang 2020: Beide sind klar verständlich und die Mitarbeiter/-innen stehen dahinter (siehe Grafik). Die meisten Ergebnisse liegen zwischen den sehr guten Werten 1 und 2:

Vision & StrategieGrafik Mitarbeiterbewertung zur Vision und Strategie von EVVA

  • Foto eines Hybridzylinders mit Kombi-Schlüssel
    Kombi-Schlüssel öffnen sowohl mechanische als auch elektronische Schließkomponenten
    Kombination von mechanischen und elektronischen Zutrittssystemen forcieren
    Neben mechanischen Zutrittssystemen werden elektronische Systeme, um z.B. die Haustür mit Karte oder Smartphone zu sichern, immer beliebter. Daher ist es für einen Sicherheitshersteller wirtschaftlich überlebensnotwendig, eine Mechanik-Elektronik-Kombination anzubieten. EVVA hat 2014 zwei im eigenen Haus entwickelte elektronische Lösungen auf den Markt gebracht – und seit 2015 laufend mit Erweiterungen und Updates ausgestattet. Sie ergänzen das Fundament der mechanischen Sicherheit, weil sie Vorteile wie schnelle Änderungen der Zutrittsberechtigungen, eine Dokumentation von Zutritten oder speziellen Bedienkomfort bieten. Die Anzahl unserer Handelspartner, die neben unseren mechanischen Lösungen auch die elektronische Zutrittssysteme von EVVA international verkauft, ist im Berichtszeitraum sehr stark angestiegen: von 384 in 2014 auf 1848 Ende 2019 
  • Standortsicherheit garantieren
    Das Familienunternehmen EVVA ist nicht nur ein sehr verlässlicher Arbeitgeber für rund 750 Mitarbeiter/-innen europaweit – in den letzten Jahrzehnten ist die Mitarbeiterzahl stetig gestiegen – sondern auch ein Stabilitätsgarant für alle anderen Stakeholder. Langfristige Partnerschaften sind wichtiger als kurzfristige Gewinne. Diese Verlässlichkeit zeichnet sich auch in der Standortsicherheit aus. 2019 begann EVVA mit den Planungen für eine Erweiterung des Headquarters in Wien sowie für einen Neubau der Niederlassung im tschechischen Tišnov.

    Foto von der Baustelle bem Headquarter
    Arbeiten am Zubau des Headquarters
    Das Headquarter liegt mitten in einer Großstadt. Mittlerweile eine Seltenheit. Viele Industrieunternehmen verlegen ihre Standorte auf die grüne Wiese in die Peripherie oder aufs Land, um Kosten zu sparen. EVVA ist seit 65 Jahren seinem Standort treu, der über öffentliche Verkehrsmittel für die Mitarbeiter/-innen und auch über das Straßennetz für Lieferanten ausgezeichnet angeschlossen ist. Daher war die strategische Entscheidung, den Standort weiter auszubauen, eine eindeutige.

    2019 wurden die EVVA-Geschäftsführer und Eigentümer Nicole und Stefan Ehrlich-Adám für ihre besonderen Verdienste um den Standort Wien mit der Silbernen Ehrenmedaille der Wirtschaftskammer ausgezeichnet (Foto ganz oben)
     
  • Auswirkungen des Zubaus in Wien:
    > verbessert den Materialfluss und die Durchlaufzeiten wesentlich (u.a. wird das neu entwickelte mechanische EVVA-Zutrittssystem Akura, das 2021 auf den Markt kommt, auf hochmodernen Fertigungsstraßen im neuen Gebäude produziert)
    > optimiert die Arbeitsplatzverhältnisse der Produktionsmitarbeiter/-innen (z.B. hinsichtlich Platzangebot, Klima)
    > erhebliche Investitionen für die neue Infrastruktur von rund 5 Mio. Euro. Lieferanten und Baugewerke profitieren davon
    > trägt zur Stabilität und Sicherheit der lokalen Wirtschaft bei: über 450 Arbeitsplätze direkt bei EVVA und viele Hundert Arbeitsplätze unserer Handelspartner in der Stadt
    > Stärkung und Ausbau der lokalen Industrie im urbanen Raum
    > weitere EVVA-Photovoltaik-Anlage

    Auf einer Grundfläche von 650 m² werden eine Tiefgarage, ein Erdgeschoß, 3 Stockwerke und ein Dachgeschoß gebaut. „Wir schaffen damit eine neue Fläche mit rund 4.000 m² und damit Platz, unsere neuen Produktinnovationen zu produzieren und die bestehenden Lösungen effizienter herzustellen“, so Michael Kiel, EVVA-Konzernbereichsleiter Operations & Qualitätsmanagement
     
  • Foto von der Baustelle des EVVA-Neubaus in Tišnov
    Neubau des EVVA-Standortes in Tišnov
    Auswirkungen des Neubaus in Tišnov:
    > Das alte Gebäude wird aufgelöst und eine topmoderne repräsentative Produktionsstätte errichtet. Hier werden vor allem Schließsysteme für Tschechien und die Slowakei hergestellt
    > Das neue Gebäude ist nicht weit vom alten Standort entfernt und für die Mitarbeiter/-innen gut zu erreichen
    > Investitionssumme von 1,5 Mio. Euro, die Aufträge werden an lokale Bauunternehmen und Gewerke vergeben
     
  • Fokus auf Innovationen, Digitalisierungsstrategie und hauseigenem Maschinenbau
    EVVA investiert laufend mind. 6 % des Umsatzes in die eigene Forschung & Entwicklung. Näheres zum Thema unter Permanente Innovation und Digitalisierung
Unsere Ziele

Bis wann: Ende 2021

Wie und positive Auswirkungen: siehe Text oben

Bis wann: 2024

Wie: Im neuen Zubau des Headquarters Wien, der bis Ende 2021 fertiggestellt sein soll, wird EVVA modernste Fertigungsstraßen für die Produktion neuer Zutrittssysteme errichten.

Positive Auswirkungen: Die neuen Fertigungsprozesse werden den Materialfluss und die Durchlaufzeit wesentlich optimieren: vom Auftragseingang über die Produktion bis zur Auslieferung soll sie von 5,84 Tagen in 2019 auf unter 5 Tage sinken.

Bis wann: 2023

Wie: Unser Anteil an verkauften elektronischen Zutrittssystemen soll bis Ende 2023 zwischen 14 und 20 % des Gesamtgeschäftes betragen.

Positive Auswirkungen: Ein ausgewogenes Produktsortiment fördert die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit. Wir gehen von einer weiterhin starken Zunahme an elektronischen Zutrittssystemen aus. Die Erhöhung unseres Elektronikanteils ist ein wichtiger strategischer Schritt, um unsere Umsatzziele der kommenden Jahre zu erreichen.

Bis wann: 2024

Wie:
1) Weiterer stakeholderübergreifender Nachhaltigkeitsdialog, um die EVVA-Strategie zu aktualisieren. Die derzeitigen wesentlichen Themen wurden im Stakeholder-Dialog 2020 erarbeitet und sollen bis 2024 die Leitplanken für unsere Nachhaltigkeits-Ziele sein
2) Mitarbeiterumfragen zur EVVA-Nachhaltigkeit finden alle 4 Jahre statt, die letzte 2020, die nächste 2024
3) Partnerumfrage zur EVVA-Nachhaltigkeit. Die bestehenden Partnerumfragen sollen erstmals mit Nachhaltigkeitsthemen erweitert werden

Positive Auswirkungen: EVVA pflegt einen intensiven Austausch mit Stakeholdern. Die verschiedenen Sichtweisen zu den ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Auswirkungen von EVVA helfen uns, eine erfolgreiche und immer zielgenauere Unternehmensstrategie umzusetzen.

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