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Start-up seit 1919

19. August 2019. Höhen und Tiefen  einer Erfolgsgeschichte

Es war einmal …“, so beginnen Märchen. Aber auch die Geschichte von EVVA hat so angefangen. Damals vor 100 Jahren als Ludwig Tschörner die Idee hatte, ein Unternehmen zu gründen. Damals, das war kurz nach dem ersten Weltkrieg. Die alte Ordnung hatte ein jähes Ende gefunden, die Röcke der Frauen wurden kürzer und die technischen Neuerungen begannen den Alltag zu verändern. Hier setzte Tschörner an und gründete mit zwei Gleichgesinnten eine Gesellschaft, die sie 1921 in „Erfindungs-, Versuchs- und Verwertungsanstalt Tschörner, Plischke, Lischanowksy & Co.“ umbenannten. Die Abkürzung der Zukunft, „EVVA“, war damit geboren.

Turbulente Anfangszeit
Eine Idee war das erste Rollbalken-Schloss. Das lockte Investoren an und führte zu einer Umwandlung in eine GmbH mit 21 Gesellschaftern, doch bereits 1925 folgte der Zwangsausgleich. Allerdings lebte EVVA im Rahmen der „Evva Schmierfettfabrik GmbH“ (heute EVVAOIL) weiter. Mechanikermeister und Unternehmer Karl Jindrich übernahm letztlich das Patent für ein Kastenfallenschloss und damit die registrierte Marke EVVA. Unter ihm wurde EVVA zum Hersteller hochwertiger Sicherheitstechnik mit den ersten Doppelzylindern in Werkserzeugung. 1937 patentierte Jindrich ein völlig neu konstruiertes Vorhangschloss, das erste dokumentierte Sicherheits-Patent des EVVA-Werks.


Nach dem Ende wieder bergauf
Während des Zweiten Weltkrieges produzierte EVVA weiter, führte aber auch Aufträge für die Wehrmacht aus. Ende März 1944 wurde EVVA gezwungen, die Produktion nicht kriegswichtiger Güter einzustellen. Nach Kriegsende schaffte es Karl Jindrich trotz fehlender Fertigungsmaschinen und Facharbeitermangels EVVA wieder in Schwung zu bringen, denn die zahlreichen neuen Gebäude und Wohnungen brauchten Schlösser. Expansion war notwendig und der Standort Wienerbergstraße 63-65 ging in Betrieb, bis heute das Headquarter. Nach dem Tod von Karl Jindrich 1958 führten seine Witwe Hedwig und die Tochter Eva mit ihrem Mann Alfred Pitsch die Geschäfte weiter.
 

An der Kippe in den 70er Jahren
Was gut begonnen hatte, führte fast in die Katastrophe: 15 Jahre später stand EVVA vor dem Konkurs. Nur eine Übernahme konnte das Unternehmen und die mittlerweile 170 Arbeitsplätze retten. Marktanteile und der starke Name lockten Investoren, aber einer setzte sich durch: Nikolaus Bujas, Geschäftsführer des Mitbewerbers „Gebrüder Grundmann“. Differenzen mit seinem Co-Eigentümer veranlassten den damals 63-Jährigen mit EVVA einen neuen Start zu wagen und nach 40 Jahren das bisherige Familienunternehmen aufzugeben. Mit seinem Wissen aus vier Generationen
in der Schloss- und Sicherheitsindustrie gelang es ihm, den Meidlinger Patienten zu heilen. Tatkräftig unterstützt von seinem Schwiegersohn Sven Berlage verdoppelte die neue Führung in fünf Jahren den Umsatz. Der Turnaround war gelungen.
 

Stillstand unerwünscht
Ausruhen auf Erreichtem war ein Fremdwort für die Eigentümer. Stets am Puls der Zeit, aber immer mit Augenmaß und einem realistischen Sinn für das Machbare, konzentrierten sich die neuen Eigentümer auf die Gründungsphilosphie „erfinden, versuchen, verwerten“ – und das alles inhouse. Lösungen wie die weltweit erste Schließanlagenkalkulation per Computer oder die bis heute nicht kopierbare Magnettechnologie veränderten den Markt.

Ohne Partner geht es nicht
Hand in Hand mit dem Aufschwung der Produktion ging der Aufbau der sehr engen und langfristigen Kontakte zu Fachhandelspartnern, Kunden und Lieferanten. Die Begegnung auf Augenhöhe, die Verlässlichkeit und die Handschlagqualität sichern EVVA bis heute Spitzenplätze in Zufriedenheitsumfragen. Die Partnerunternehmen schätzen das breite Produktan gebot, die hohe Qualität sowie die Sicherheitstechnik-Schulungen der EVVA-Akademie.
 

Meidling is too small
Den neuen Eigentümern war aber schon damals klar: Österreich alleine ist zu wenig. Der gebürtige Deutsche Sven Berlage trieb die Internationalisierung konsequent voran. Eigene EVVANiederlassungen, beginnend mit Krefeld, wurden gegründet, ein Netzwerk an Distributoren aufgebaut. Heute ist EVVA außerhalb Europas vor allen in Nahost, Fernost und Australien vertreten.
 

Auf dem Weg in die Zukunft
Fest in Familienhand blieb das Unternehmen, als Ende der 80er Jahre Nicole Ehrlich-Adám an die Seite ihres Vaters und Großvaters trat. 1993 stieg auch ihr Mann Stefan in das Unternehmen ein. Durch die Zusammenarbeit der drei Generationen gelang es auch das Schicksalsjahr 1999 zu bewältigen, als Sven Berlage und Nikolaus Bujas binnen weniger Monate verstarben. Gerade in dieser fordernden Zeit wurde Elektronik zum neuen Schlüsselwort. Und wieder schaffte es EVVA, Altes und Neues bewährt zu kombinieren: Xesar und AirKey wiesen den Weg des Unternehmens in die Digitalisierung und legten den Grundstein für das Fortschreiben der Firmengeschichte für die nächsten 100 Jahre. 

Gestern schon Verantwortung für morgen übernehmen 

  • Clean Production in Fertigungsanlagen ohne Öl, Schmierstoffe und Wasser  
  • 100% Recycling der Metallspäne 
  • 100% Recycling der Galvanik-Abwässer  
  • 50% Stromersparnis durch Beleuchtungsumstellungen  
  • Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern in Wien sowie EVVA Italia für die eigene Energiegewinnung

Das produziert EVVA heute  pro Jahr aus 700 Tonnen Metall 

  • 2 Millionen mechanische Sicherheitszylinder 
  • 3 Millionen Schlüssel 
  • 300.000 elektronische Komponenten (wie Wandleser, e-Zylinder etc.)  
  • 100.000 elektronische Identifikationsmedien
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