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Kärnten ist zu klein

23. Januar 2019. Johannes Mailänder ist eine gelebte Erfolgsgeschichte: Als gelernter Kaufmann baute er einen international tätigen Schlüsseldienst mit neun Mitarbeitern auf.

Wieso wagten Sie den Schritt in die Selbstständigkeit?

Als gelernter Großhandelskaufmann war ich im Außendienst für die Schlossindustrie tätig. Ich wollte nicht mehr jedes Jahr 60.000 km fahren und meine Familie gar nicht sehen. Deshalb habe ich mich mit meinen Kontakten und meinem Know-how selbständig gemacht. Die Arbeit wurde zwar nicht weniger, aber immerhin schlafe ich jetzt in meinem eigenen Bett.

Sie wickeln auch internationale Projekte ab?

Wenn man neun Mitarbeiter hat, kann man als Unternehmer nicht nur von kleinen Aufträgen leben. Da muss man schon über den Tellerrand blicken und sich um Großprojekte kümmern.

Wie läuft es ab, wenn Sie die Schließanlage für ein 700 Betten-Hotel in Osteuropa realisieren?

Die Vorbereitung ist hier das Wichtigste. Wenn man 3.000 km entfernt arbeitet, kann man nicht einfach schnell in der Firma etwas holen. Da muss alles passen, denn eine Nachbesserung vor Ort ist fast unmöglich – oder mit enormen Kosten verbunden. Wir liefern das Material vorab mit einem Sammeltransport hin und dann fliegen ein oder zwei Mitarbeiter für die Montage ein.

Was ist Ihr Rat für den Einstieg in internationale Projekte?

Die Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort ist nicht so mein Ding. Wenn ich mich verlassen muss, dass alles klappt, machen wir es selbst. Wichtig ist, schon im Vorfeld alles genau zu kalkulieren und die Voraussetzungen zu prüfen. Die Margen sind schmal, da ist kein Spielraum für Ungenauigkeiten. Auch nach einem Projekt kontrollieren wir alles noch einmal, gehen die einzelnen Schritte durch und schauen, was wir verbessern hätten können.

Wie kommen Sie an internationale Projekte?

Wir rekrutieren nicht vor Ort. Der Kontakt erfolgt über heimische Zulieferer oder den Bauherrn bzw. ist der Generalunternehmer ein Österreicher. Da haben wir oft schon seit vielen Jahren Kontakte.

Was war Ihr Lieblingsprojekt?

Das war die Sanierung der Schließanlage einer 160 Meter langen Privatyacht eines arabischen Prinzen. Die Herausforderung war, dass die Teile alle aus England gekommen sind. Spannend war, dass ich die Lösung komplett aus dem Büro abwickeln konnte, nur per Telefon und Internet.

Was ist Ihr Tipp für Neueinsteiger in der Branche?

Von Anfang an alles durchrechnen. Die Anfangsinvestitionen mit den notwendigen Maschinen sind sonst nicht stemmbar.

Info

  • Mailänder Sicherheit mit Sitz in Spittal an der Drau
  • 1994 von Johannes Mailänder (54) gegründet
  • Seit 10 Jahren ist der älteste Sohn im Betrieb tätig und wird ihn auch übernehmen
  • Beispiele für internationale Projekte: Hilton in Dubrovnik, Hotel National in Moskau, Aldi Zentralauslieferungslager in Saloniki und Patras
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