Zentrale Gebäudeleittechnik Ein riesiges Potenzial fürs Energiesparen
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Als wesentliches Thema für EVVA definiert GRI 302: Energie; 305: Emissionen Sustainable Development Goals (SDG) der UNO, Nr. 7: Bezahlbare und saubere Energie; Nr. 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion

EVVA plant die Einführung einer zentralen digitalen Gebäudeleittechnik (GLT). Im 2021 fertiggestellten Zubau des Headquarters werden die Vorteile erstmalig sichtbar werden und in weiterer Folge wird die GLT auf alle Gebäude des HQ erweitert. Im ersten Schritt wird sie im Zubau die Brandmeldeanlage zentral steuern und ab 2024 das gesamte Gebäudeleitsystem. Wir versprechen uns sehr positive Auswirkungen auf Energieverbrauch und Emissionsreduktion, wie die untenstehenden Ziele belegen.


Betonkernaktivierung in Vorbereitung

Foto der Vorbereitungen für die Betonkernaktivierung
Vorbereitung für die Betokernaktivierung an den Decken

Der Zubau im Headquarter erhält 2021 zudem eine Betonkernaktivierung (auch Bauteilaktivierung genannt) für die optimale Beheizung und Kühlung. Dabei werden Schläuche, in denen Wasser als Heiz- bzw. Kühlmedium zirkulieren kann, direkt in die Decken eingegossen. Die durchflossenen Decken werden als Übertragungs- und Speichermasse thermisch aktiviert. Sie nehmen über ihre gesamte Flächen Wärme auf oder geben sie wieder ab – und sorgen damit für eine gleichmäßige Temperierung übers ganze Jahr. Durch die großen Übertragungsflächen muss Wasser nicht so stark erwärmt werden wie z.B. bei einer herkömmlichen Zentralheizung mit Heizkörpern. Das System arbeitet mit Luftwärmepumpen, Luftkühlpumpen und Wärmetauscher.

„Da Beton die jeweilige Temperatur des Wassers besonders gut speichert und leitet, lässt sich das System sowohl als Kühlung als auch Heizung sehr gut einsetzen. Luftpumpen regeln den Wärme-Kälte-Austausch“ fasst Martin van Berkum, EVVA-Bereichsleiter für die Produktionstechnik, zusammen.

 

GLT-Umsetzungen bei EVVA seit 2015:

  • Energieeffizientere Abstimmung der Kühlung
    2017 hat EVVA alle fünf Kühlhauptaggregate zusammengeschlossen. Ein zentraler Rücklaufkühler schaltet sich nun im Bedarfsfall zu und ab. Früher kühlten die einzelnen Aggregate selbständig ohne eine zentrale Steuerung, die den genauen Bedarf regelt. Wir verbrauchten somit unnötig Energie. Durch diese Maßnahme spart EVVA 68.137 kWh Energie jedes Jahr ein, so viel wie ca. 14 Privathaushalte pro Jahr verbrauchen (Annahme: 5.000 kWh/Jahr). Wir setzen uns das Ziel, diese Verbesserung auch für unser Heizsystem zu erreichen
     
  • Abtransport der Maschinen-Abwärme
    Bei einer unserer großen Fertigungsmaschinen wurde 2016/2017 ein Ventilator installiert, der die Abwärme nach oben ableitet. Bei dieser Maschine war die dadurch erzielte Energieeinsparung von 5.320 kWh deshalb maßgeblich, weil sie komplett eingehaust ist, also mit einer schützenden Rundum-Hülle versehen ist, und pro Bearbeitungseinheit ein Kühlaggregat notwendig ist. Dieser intensive Produktionsprozess erzeugt mehr Wärme und daher mehr Strombedarf für die Kühlung. Dank des Ventilators, der weit weniger Energie als die Kühlaggregate benötigt, hat EVVA mehr als den Jahresbedarf einen Privathaushaltes einsparen können. EVVA plant, dieses Konzept auch auf andere Maschinen anzuwenden
  • Foto von Kompressoren
    Kompressoren
    Leckagen beseitigt
    Mit neuen Verrohrungen und der Installation neuer Ventile und Absperrhähne hat EVVA undichte Stellen in den Druckluftleitungen beseitigt. Dadurch konnten die Kompressoren kürzer laufen und EVVA 74.000 kWh Energie pro Jahr einsparen (= Bedarf von ca. 15 Privathaushalten). Als Vergleich: Aus einem Loch von 1 mm Größe strömt pro Minute 75 Liter Luft, was Kosten von 480 Euro im Jahr verursacht. Mehr dazu unter Druckluftoptimierung 
Unsere Ziele

Bis wann: 2024

Wie: Beginnend mit einer zentral gesteuerten Brandmeldeanlage im neuen Zubau in 2021 bis zu einer vollständig zentralen Gebäudeleittechnik (GLT) für das komplette Headquarter in 2024.

Positive Auswirkungen: Die GLT wird den Strombedarf, die Leerläufe, die Bedien- und Spitzenzeiten von Heizungen und Klimageräten genau analysieren. Die eingebaute KI regelt das System dann automatisch – z.B. nach Außentemperatur – und energieeffizient. Die neue Gebäudeleittechnik wird eine Energiereduktion von geschätzt 100.000 kWh pro Jahr (damit lassen sich umgerechnet 20 Einfamilienhäuser mit Energie versorgen) sowie 40 Tonnen weniger CO² pro Jahr bewirken.

Bis wann: 2021

Wie: Der Zubau im Headquarter soll 2021 fertiggestellt sein. Die Beheizung und Kühlung erfolgt dann über eine hochmoderne Betonkernaktivierung. EVVA nutzt die Wärme/Kälte im Beton, die immer kontant 15 Grad hat – im Winter zum Heizen, im Sommer zum Kühlen. Dieses neue EVVA-Gebäude wird dann von fossilen Brennstoffen unabhängig sein. Mehr dazu im Text oben.

Positive Auswirkungen: Damit spart EVVA pro Jahr ca. 50.000 kWh des Erdgasbedarfs im Headquarter ein. Das sind 3,7 % des Gesamt-kWh-Verbrauches. Damit lassen sich umgerechnet 10 Einfamilienhäuser pro Jahr mit Energie versorgen. Der CO²-Ausstoß verringert sich um 14 Tonnen pro Jahr.

Bis wann: 2023

Wie: Die im Text beschriebene zentrale Steuerung der Kühlaggregate soll auch auf die Beheizung angewandt werden. Alle 6 bestehenden Kesselhäuser im Headquarter werden zusammengefasst und zentral gesteuert.

Positive Auswirkungen: 35.000 kWh pro Jahr weniger Energiebedarf

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